Eine neue Saison bringt nicht nur Änderungen auf dem Eis und im Kader mit sich. Seit dem Saisonstart steht die Fanszene Heilbronn ein paar Reihen weiter unten, direkt neben den Treuen Heilbronn. Dadurch rutscht der Stimmungsblock tiefer zwischen die beiden Mundlöcher und wird so zu einem größeren, zusammenhängenden Ganzen, und ich glaube, genau das kann dem gesamten Stehblock am Europaplatz mehr Power geben.
Nach dem ersten Heimspiel gegen Kaufbeuren will ich zwar noch nicht zu viel hineininterpretieren, ein Spiel ist kein Beweis. Aber der erste Eindruck war schon mal stark: Es war lauter, mehr Leute haben mitgemacht, der ganze Block hat mitgezogen statt nur ein Teil davon. Gegen die Top-Mannschaft der Liga konnte unsere Mannschaft richtig gut mithalten, und ich glaube, dass die Stimmung im Stadion ihren Anteil daran hatte. Auch Coach Jason O'Leary hat das nach dem Spiel sinngemäß bestätigt: Die Energie von den Rängen sei für die Mannschaft ein echter Faktor.
Ich weiß, für manche Fans heißt das auch, den gewohnten Platz aufzugeben oder mal eine Fahne im Sichtfeld zu haben. Das kann ich nachvollziehen, und das ist sicherlich auch ärgerlich. Für mich überwiegt aber das Potenzial, das ich hier sehe: mehr Stimmung, mehr Rückenwind für die Mannschaft und für mich persönlich einfach mehr Spaß, in eine Halle zu gehen, in der richtig was los ist. Man kennt es ja selbst aus anderen Stadien oder auch von Testspielen: Ist die Stimmung in der Halle tot, macht auch das Spiel weniger Spaß.
Deshalb sage ich ganz klar: Stimmungstechnisch kann der neue Standort der Fanszene ein großer Schritt Richtung Hexenkessel Europaplatz sein.

